9.Etappe: Di. 11.09.2007: Kautokeino- Alta- Nordkap
Nachdem wir die Nacht im Auto verbracht hatten, ging es früh am nächsten Morgen los Richtung Alta (ca. 4.45Uhr).
Die Sonne ging schon auf und die Landschaft zeigte sich in den schönsten Farben und Facetten. Nach einer Weile wurde unser Weg immer wieder von Rentieren gekreuzt, die vor uns über die Straße liefen oder gemütlich vor uns her trabten. Das waren natürlich tolle Fotomotive. Leider war ein Bär immer noch nicht in Sicht, obwohl hier unzählige Flüsse fließen, in denen die Lachse springen. Traumhaft. Die Landschaft mit ihrer unendlichen Weite und Unberührtheit ist sowieso absolut gigantisch und traumhaft schön. Und weit und breit keine Autos in Sicht! Zwischendurch wurde immer mal wieder gehalten um irgendwelche tollen Sachen zu fotografieren. Gegen 8.00Uhr erreichten wir Alta, die letzte größere Stadt in diesen nördlichen Gefilden. Noch 240km bis zum Nordkap- Doch erstmal waren wir etwas geschockt über die norwegischen Benzinpreise→ 12,10NOK/l= ca. 1,49, noch teurer als in Finnland. Grausam!
Jetzt werden wir erstmal ins Museum gehen und dann die letzten km bis zum Hauptreiseziel antreten.
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Wirklich spannend war das Museum zwar nicht, aber immerhin war mit Wirkola ein Skispringer am Start und der Polarlichter-Film gefiel uns ausgesprochen gut. Außerdem konnten wir freundlicherweise Johan etwas aufladen und wir deckten uns beide mit einer schönen, neuen und vor allem warmen Mütze ein.
So, das Nordkap rückte immer näher. Allerdings zogen sich diese letzten km mehrere Stunden. Wer konnte auch ahnen, dass unser Weg entlang der Küste des Porsanger- Fjords so atemberaubend schön werden würde?! Wir beide sind uns jedenfalls einig. Das ist das schönste, was wir je gesehen haben! Und das Beste: Rentiere gibt es auch am Strand... in allen Farben. Ich persönlich finde ja die weißen besonders schön.
Viele Zwischenstopps später erreichten wir den „Nordkap-Tunnelen“, der das Festland mit der Mageroya-Halbinsel verbindet, auf der sich das Nordkap befindet. Auch die vielen Tunnel sind etwas ganz besonderes, denn alles ist aus Stein und man fühlt sich wie in einem Bergwerksschacht.
Leider mussten wir dann noch Maut bezahlen und das zu norwegischen Preisen- 192NOK und das bei Hin- und Rückfahrt. Eine Frechheit, aber damit können wir heute sogar leben! ☺
Und dann kam das Ziel langsam immer näher. Noch schnell bei einem süßen Norge in Honningsvag getankt und die letzten 30km in Angriff genommen. Die Straße führte jetzt sehr hügelig nach oben. Aber Sinu hielt sich tapfer und fuhr uns direkt bis ans Ziel. Oben angekommen wurden wir erstmal fast umgepustet, so stürmisch peitschte der Wind und es war saukalt. Unsere Mützen erwiesen sich schon jetzt als absolut lohnenswerte Investition. Dick eingemummelt machten wir uns auf. Allzu viel gab es ja nicht zu sehen, aber schöne Fotos waren natürlich Pflicht und die Aussicht und das Erlebnis hier zu stehen, war absolut einmalig!
Zum Glück war ein freundlicher Norweger unterwegs, der uns gerne fotografierte. Einige Posen und Fotos, mit und ohne Russenfahne, später, ging es in den Souvenir- Shop, Postkarten kaufen. Diese wurden natürlich auch gleich geschrieben, denn sonst gäbe es ja keinen Nordkap-Stempel. Den wollten wir aber unbedingt!
Das Schreiben dauerte dann auch etwas länger, so dass ein freundlicher Mitarbeiter extra Überstunden (5min) einlegte, bis auch die letzte Karte im Briefkasten versenkt werden konnte.
Dann hieß es leider auch schon wieder Abschied nehmen. So schnell war der lang ersehnte Moment auch schon wieder vorbei! Etwas wehmütig machten wir uns auf die Rückfahrt, aber schnell war die Fröhlichkeit wieder da. Wunderschöne Regenbögen, Sonnenuntergang, Rentiere im Dämmerlicht, wunderschöne Farben...Ein Traum!
Jetzt geht’s es weiter, zurück nach Finnland, bis nach Inari!
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