Dienstag, 1. April 2008

Nordkap 14.Sept. 2007 (Inari-Kuusamo)

11.Etappe: Fr. 14.09.2007- Inari- Kuusamo

Wir sind in Kuusamo!!!
Um 18.00Uhr hatten wir auch dieses, eines der vielen Ziele auf dieser Reise, gemeistert. Aber jetzt erstmal von vorne.
Es war 7.30Uhr-beide fit... zu Uni-Zeiten eine äußerst ungewöhnliche Zeit für meine Lebensgeister. Vielleicht die Vorfreude... Leider fühlte ich mich auch gesundheitlich etwas angeknackst...Könnte natürlich auch eine Vorbereitung meines Körpers auf das wunderschöne Kuusamoer Krankenhaus gewesen sein, welches aus fraglichen Gründen bereits bei Tourplanung als fester Programmpunkt festgelegt wurde...:-)
Aber wie schon gesagt. Fangen wir bei der Abfahrt an.
Erst ging es unter die Dusche...dann wurde Sinupret bepackt und um 10.00Uhr befanden wir uns mal wieder auf lappischen Straßen. Bald war Ravioli- Zeit und dann wurde auch ich endlich mal wieder ans Steuer gelassen. Irgendwie fühlte ich mich leicht geschwächt, aber beim Anblick des finnischen Himmels, welcher mich ja immer noch vollends in seinen Bann gezogen hat, war alles nicht so schlimm.
In Kemijärvi wurde Sinu für NUR 1,34€ betankt und nun fielen die km bis Kuusamo stetig. Unterwegs kreuzten immer wieder Rentierherden unseren Weg- was auch sonst... die Faszination hat aber immer noch nicht nachgelassen.
36km vor Kuusamo tauchte dann auch eine Kílometerangabe bis Ruka (dem Ort in dem die Schanze steht) auf. Noch 2km. Das Ruka etwas von Kuusamo weg ist wussten wir, aber gleich 24km?! Und plötzlich stand sie da, in ihrer vollen Pracht...- Die Ruka- Schanze. Auf einem Berg-völlig schutzlos dem Wind ausgesetzt... Ziemlich logisch also, dass es hier bei so manch unfähigem Renndirektor den ein oder anderen Jungspund verbläst. Aber solange es „nur“ der Schrecken und ein gebrochener Finger ist, muss man ja jenen, seiner Aufgabe nicht gerecht werdenden Direktor nicht gleich feuern, sondern kann in Ruhe abwarten, bis der Nächste der Unfähigkeit zum Opfer fällt... Solange es auch dann „nur“ künstliches Koma ist, kann man ja auf noch spektakulärere Verletzungen warten...
Wir sind auch nach näherem Betrachten der Anlage zu dem Schluss gekommen, dass diese eine Grunderneuerung nötig habe.
Nach Schanzentour ging’s dann nach Kuusamo zum Krankenhaus... hier kann man- je nach Lust und Laune entweder zu Himmeli oder zu Taneli- süß...
Von diesem Schreckensort ging’s weiter ins Center, das auch hier praktisch nur aus einer Straße besteht und dann auf Campingplatzsuche.
Leider reicht unser Budget nicht für ein nobles Cottage mit Wellnessanschluss, aber wir sind mit unserer grünen Schnuckelbleibe bei Rübezahl, der seine 20.000 Kugelschreiber an der Decke seiner Rezeption angebracht hat, auch mehr als zufrieden.
Den Abend verbrachten wir mit ratschen und endlich auch mal schlafen.

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