Los ging es heute schon sehr früh und zwar um 04.00Uhr in der Frühe! Aber schließlich hatten wir ja auch eine ordentliche Etappe vor uns. Über 600km, zwei Zwischenstopps und das alles auf polnischen Straßen. So richtig glauben wollte ich Julias Horrorerzählungen über das polnische Fahrverhalten ja nicht, aber dann kamen wir in Polen an... Schnell wurde ich eines Besseren belehrt und die vielen Kreuze an den Straßen sagen auch alles. Auf der Landstraße schlängelten wir uns also von der tschechischen Grenze bei Harrachov, wo uns in sehr unfreundlichem Grenzbeamten kontrollierte, Richtung Breslau(Wroclaw). Es dauerte und dauerte, aber nach ca. 5h kamen wir dann endlich an, fanden ein Parkhaus und begaben auf Sightseeing-Tour. Nach einem schönen Stadtrundgang machten wir uns auf die Weiterfahrt nach Lodz...
Eigentlich waren es ja nur 170km, aber auch diese können sehr, sehr lang werden, wenn man mit 70km/h über polnische Schlaglochstraßen kurven muss. Aber immerhin haben sie hier ganz tolle „Vorbeilassspuren, damit die Bekloppten relativ sicher überholen können. Wohlgemerkt, man wird des Öfteren von Lkws überholt, die sehr wackelig über alle Spuren verteilt schlingern, natürlich auch innerorts, mit Vorliebe vor unübersichtlich Kurven oder genau dann, wenn einem ein anderes Auto entgegenkommt. Der wird ja schon ausweichen...!!
Jaja, als wir dann doch endlich in Lodz eintrudelten war es ca. 14.30Uhr. Wir fanden einen guten Parkplatz im Zentrum, der sogar etwas bewacht war. Und schlenderten dann gemütlich durch die Stadt.
An einem Restaurant mit polnischer Küche machten wir Halt und stärkten uns mit einem leckeren Essen. Die Bedienung, die eigentlich auch keine war, könnte perfekt für den map24-Routenplaner arbeiten. Julias Frage nach der Toilette beantwortete sie mit „Outside and left.“ Da war nur leider nichts. Na ja, später fragten wir sie noch einmal. Sie hatte Erbarmen und zeigte uns den Weg. Outside and left heißt in Lodz: verlasse das Restaurant, biege nach links ab und suche dir irgendein anderes Café und gehe dort auf die Toilette!
Schließlich fing es an zu regnen und wir starteten den letzten Teil der heutigen Etappe. Noch etwas mehr als 100km bis nach Warschau. Diese schafften wir sehr gut und schnell und trudelten dann gegen 19.00Uhr in Warschau ein. Jetzt hieß es nur noch Hostel suchen. Bitte nur nicht wieder so wie gestern in Liberec, hofften wir. Anfangs verlief auch alles reibungslos, aber dann kam unser geliebter Rondo.Es hieß die zweite Ausfahrt raus. Na ja, wir haben irgendwie falsch gezählt... auf jeden Fall nahmen wir die dritte Ausfahrt und verfuhren uns gnadenlos.Danach irrten wir 2h durch die Straßen Warschaus. Durch Zufall und noch mehr Glück fuhren wir auf einmal doch noch an unserem gewählten „Hostel Tamka“ vorbei. Jetzt hofften wir nur noch auf zwei freie Betten für unsere müden Körper. Und siehe da, wir wurden gnädigerweise aufgenommen und konnten uns endlich müde, aber glücklich, in die Federn begeben. Aber vorher machten wir noch einen Ausflug zur Weichsel- Brücke, die nur ein paar Minuten entfernt liegt- Einfach wunderschön. Morgen geht’s weiter, auf ein Neues!!
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