Dienstag, 1. April 2008

Nordkap 5.September (Bialystok-Kaunas-Klaipeda)

4.Etappe: Mi.05.09.2007- Bialystok- Kaunas- Klaipeda

Heute hieß es wieder früh aufstehen. Um 4.00Uhr machten wir uns auf den Weg. Nach einem Hindernislauf durch unser Nachbarzimmer, den wir erfolgreich meisterten, vor allem ohne die anderen zu wecken, schloss uns unser süßer polnischer Rezeptionsopi die Türe auf. Und Sinupret stand tatsächlich noch wohlbehalten an Ort und Stelle! Also konnte es losgehen. Die Strecke nach Kaunas legten wir relativ schnell zurück- Über Augustow, Suwalki und vorbei an vielen Storchennestern erreichten wir die Grenze und erfuhren, dass wir noch nicht mal eine Vignette brauchten. Sehr gut! Also kamen wir gegen 8.00Uhr bzw. 9.00Uhr in Kaunas an, schließlich haben wir jetzt osteuropäische Zeit! In Kaunas fanden wir sogar die „Akropolis“, ein geniales Kaufhaus! Vorher fuhren wir aber noch einmal im Kreis über die schönen Memel-Brücken. Schließlich wurde der liebe Sinupret auf dem Dachparkplatz der „Akropolis“ geparkt, von dem wir später einen wunderschönen Ausblick hatten. Aber zuerst gingen wir auf Stadterkundung und trafen auf dem Weg durch einen Park gleich mal ein paar Drogendealer! Da legten wir lieber einen Zahn zu!
Als erstes setzten wir uns in ein schönes Café und frühstückten gemütlich. Für Julia einen lecker Apfelstrudel, für mich Joghurt mit Früchten und beide eine schöne heiße Schokolade. Lecker! Danach flanierten wir durch die Stadt.

Gegen 14.00Uhr machten wir uns auf die Weiterfahrt nach Klaipeda. Dort kamen wir gegen 17.00Uhr an und fanden, welch Wunder, auch gleich unser Hostel. Nach dem „Check-in“ fuhren wir in die Stadt und an den Hafen. Auf dem Weg dorthin waren wir wieder sehr kreativ. Julias Handy heißt jetzt „Flavius Josephus“ und mein, zwar noch nicht vorhandener, aber in Finnland zu uns stoßender Elch „Arturo“. Wie passend also, dass Julia die Litauer schon vorher zu „Liten“ machte. Diese wurden allerdings hier in Klaipeda, auf Grund ihrer rücksichtslosen und beschränkten Fahrweise, Goldkettchen und hässlichen Ringe, schnell zu „Proliten.“ Schön und gut, zu guter letzt wurde mein Handy noch auf den tollen Namen „Theo“ getauft und damit war unsere kreative Ader auch erst einmal versiegt!!
Noch schnell die Fahrzeiten- und preise für die Kurische Nehrung morgen gecheckt und dann ein gemütlicher Stadtbummel. Bei einer lieben littischen Omi fanden wir zwei wunderschöne Bernstein-Kreuze und Julia noch einen Bernstein-Elefanten für ihren Bekannten. Danach ging es noch in den Supermarkt und dann zurück ins Hostel. Sinu versteckten wir im Hinterhof unterm Apfelbaum, da sollte er doch sicher sein!
Jetzt werden noch ein paar Nudeln gekocht, geduscht, Bilder geguckt und dann geschlafen. Morgen müssen wir schließlich wieder fit sein für unseren Trip zur Kurischen Nehrung, wo wir uns so weit wie möglich an die russische Grenze vorpirschen werden! Wenn wir das schaffen, ohne von russischen Schlagstöcken erschlagen zu werden oder sonstige russische Foltermethoden ertragen zu müssen, aber auch nur dann, gibt es morgen eine Fortsetzung...*lol*

Eigentlich wollten wir ja früh ins Bett, aber daraus wurde natürlich mal wieder nix. Denn wir hörten auf einmal deutsches Stimmengewirr in der Küche und da unsere Mägen sowieso noch knurrten, machten wir , bewaffnet mit einer 5-Minuten Terrine, einen Abstecher in die Küche. Dort quatschten wir noch eine ganze Weile mit den anderen, vor allem mit Nico (aus Australien) und Alex (aus Jena).
Leider gab es auch noch einen extrem nervigen Mitbewohner-D., der „Tote-Hosen“-Fan aus dem Ruhrpott. Nach fünf Minuten kannten wir seine gesamte Lebensgeschichte und noch mehr, was uns leider so rein gar nicht interessierte. Na ja, die anderen mussten es sich ja auch anhören und außerdem wissen wir jetzt ganz genau über das Liebesleben und die Anziehungskraft eines Typen, etwas über 30, aus dem Pott, der neben den Hosen auch noch HSV-Fan ist( geht ja fast nicht schlimmer), Bescheid und wissen, dass eigentlich alle Frauen, anscheinend außer uns, auf ihn abfahren! Vielen Dank auch an unseren guten Geschmack *lol*
Jedenfalls versprachen wir Nico und Alex noch, sie morgen mitzunehmen auf die Nehrung bevor wir uns endgültig ins Bett verabschiedeten.Das wird sicher sehr lustig.


Eingangstür eines Einkaufszentrums im kleinen Klaipeda... wer hätte das gedacht??

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