Dienstag, 1. April 2008

Nordkap 6.September (Kurische Nehrung)


5.Etappe: Do. 06.09.2007- Kurische Nehrung

Sieben Uhr, der Wecker klingelte, ein neuer Tag begann... heute stand die Kurische Nehrung und danach die sehnsüchtig erwartete fahrt nach Tallinn auf dem Programm. Als wir uns aus den Betten unter die Dusche gequält hatten, waren unsere Mitfahrer Nico und Alex auch schon wach, sahen aber genauso aus, wie wir uns fühlten- MÜDE. Bei uns gab es noch ein kleines Finncrisp und Nutella-Frühstück und dann ging es auch schon los mit Sinupret auspacken. Kurz vor 9.00Uhr fuhren wir Richtung Hafen. Leider fanden wir diesen nicht auf Anhieb. Eine Irrfahrt durch das morgendliche Klaipeda nahm ihren Lauf... Hier sahen wir den ersten Unfall auf unserer Reise...das war auch mal nötig, bei der Fahrweise...so wie es aussah, hatte es einen Motorradfahrer erwischt.
Gegen 9.15Uhr erreichten wir den internationalen Hafen...Wie toll... Ein lieber, hilfsbereiter, russischsprachiger Bauarbeiter verhalf uns dann aber auf den richtigen Weg und malte uns spontan eine Stadtkarte. Dank ihm fanden wir nun auf Anhieb sowohl Hafen, als auch Schiff, welches ziemlich gleich ablegte.


Der wolkenlose, strahlend blaue Himmel machte einem richtig Lust auf Strand, Dünen und endlich mal etwas chill. Unser Australier legte sich für ein 5-Minuten-Schläfchen bereits auf dem Schiff auf eine Bank. Er war eh ziemlich fertig. Angekommen auf der Kurischen Nehrung fuhren wir ein Stück durch die wunderbare, unberührte Natur zu unserem ersten Programmpunkt, dem Thomas M.(ann)-Haus in Nidda. Damit war das heutige Kulturprogramm erledigt. Auch wenn Nico nach meinem miserablen Versuch, ihm den Schreibstil Manns zu erläutern nicht wirklich schlauer geworden ist. Ist aber auch kompliziert.
Spätestens Programmpunkt 2, „The Russian Border“, wird unseren Mitfahren klargemacht haben, dass wir nicht ganz proper sind... Nobody is perfect!! SCHEE WARS!!!!
Danach ging es an den Strand. Völlig übermütig krempelte ich die Hose hoch und rannte ins Meer...leider hatte ich vergessen, dass es nicht überall so flach ins Wasser geht wie in Estland...jedenfalls war die Hose pitschepatsche nass, aber toll war es trotzdem. Leider flog wegen des starken Windes das ein oder andere Sandkorn an meinen lieben Jested (Seit Liberec heißt mein Fotoapparat so), der dann leider seinen Lebensgeist aufgab. Da Johan schon kurz nach Abfahrt seinen Streik bekannt gegeben hatte, standen wir nun ohne Fotoapparat da... aber die Jungs machten einen guten Job als Fotografen. Es wurde recht kühl, da der Wind doch mächtig am Pfeifen war. Wir machten uns nun auf den Weg zu den Dünen...dort angekommen legten wir uns erstmal in den Sand, tollten wie die kleinen Kinder herum, rannten Hügel herab, spielten Hangman und besichtigten die Sonnenuhr, die mitten in den Dünen steht. Es folgte ein Spaziergang durch das kleine Nidda und ein kleines Abendessen. Auf dem Rückweg zur Fähre gingen wir noch durch einen Hexenskulpturen-Park und ließen den Kindern in uns freien Lauf. Herrlich! 1,5h verbrachten wir mit auf Bäume klettern, rutschen, Holzpferd reiten und vor allem wippen. Und spätestens jetzt ist klar, uns kann man mit kleinen Sachen eine große Freude machen!
Wieder fuhr die Fähre nach geringer Wartezeit um 19.00Uhr ab. Wir brachten unsere beiden Begleiter ins Hostel und ließen sie unser Gepäck wieder ins Auto verladen, spielten die Bilder aufs Laptop, betankten Sinu mit gutem Lukoil-Benzin und brachen alsbald auf die Etappe Siluliai, Riga,Pärnu,Tallinn auf...ENDLICH!!

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