Ahoj!
So, am spaeten Dienstag Abend folgt nun eine Zusammenfassung der letzten Tage....
Samstag hiess es erst um 8.45: Treffen am Bus vor dem Kolej, sprich, wir mussten nicht in die Stadt laufen, was unterm Strich ca. 20 Minuten laenger schlafen bedeutete!:).....schoen!!
Dann ging es also los, eine halbe Std, bis zum Freilichtmuseum, so meine ich es verstanden zu haben. Bloed nur, dass wohl genau an dem Punkt meine tschechisch-Kenntnisse versagt haben, denn wir fuhren fast 2 Stunden, in einem total stickigen Bus, ich irgendwo in der Mitte......ja, Joana,... ich fuehlte mich an den Horror-Trip Helsinki-Tallinn im letzten September erinnert.... ich kann euch nur sagen, wie froh ich war, endlich wieder festen Boden unter den Fuessen und eine leichte Priese um die Nase wehen zu haben.
Dann begann auch schon im tschechischen Eilmarsch der Rundgang durch das recht ueberschaubare Freilichtmuseum. Sehr zu Insas und meinem Bedauern wurden wir von einer interessanten Huette in die naechste gefuehrt, ohne recht viel zeit fuer alle diese hoch interessanten Geraetschaften zu haben.... Naja, so waren wir nach einer guten Halben Stunde auch schon durch und erwarteten unseren Lendenbraten mit Preiselbeeren und Koedln... sehr "fajn", wie der Tscheche sagt.
Nach dem Essen hatten wir dann im zweiten Teil des Museums Zeit Souveniers oder aehnliches zu recht touristischen Preisen zu erstehen, oder dem Konzert einer maehrischen Musikgruppe zu lauschen.
Und dann ging es auch schon wieder in diesen Bus!....Hehe, aber diesmal in die erste Reihe....:)
Total muede kamen wir im kolej an, ruhten uns ein bischen aus und gingen dann noch auf ein Bier in ein Restaurant Namens "Caesar"....Nach dem Bier suchten wir den Klub auf, in den ein grosser Teil der Sommerschule gegangen war.
Wie schoen fuer uns Maedls, dass es in ganz Osteuropa so zu sein scheint, dass wir, ganz im Gegensatz zu den Maennern, ueberall kostenlosen Eintritt haben... So konnten wir uns kurz ein Bild machen und uns beruhigt zum ratschen vor das kolej setzten, mit dem guten Gewissen, nichts wesentliches zu verpassen....
Sonntag war ein sehr schoener Tag, ich habe bis ca. 12 Uhr geschlafen, danach meinen Caesar (de bello gallico) zu mir genommen und doch tatsaechlich angefangen meine Hausarbeit zu beginnen, vorbildlich, oder??
Einige Feldzuege spaeter gingen Insa und ich ins Schwimmbad nebenan und genossen mit den anderen den freien Tag in vollsten Zuegen. Leider kam nur das Schwimmen zu kurz, denn, Brust geht bei mir ja schon lange nicht mehr, beim Kraul hatte ich Angst der Bikini (Ja leider bin ich so intelligent und hab nur den mitgenommen) koennte verrutschen, Rueckenschwimmen konnte man angesichtes des wolkenlos blauen Himmel und der fehlenden Leinen auch voll vergessen und zu mehr als !!!immerhin!!! 6 mal 50 meter Delfin hat meine Kraft einfach nicht gereicht!! q.e.d.!;)
Dafuer haben wir ausgiebig geduscht und dann ganz gemuetlich malwieder selber gekocht (Nudeln mit Tomatensosse)....
Gestern war dann wieder business as usual angesagt, d.h. eine sehr interessante Vorlesung ueber Medien in der Tschechischen Republik und natuerlich wieder CZ/History, part IV.
Abends fand dann ein Folklore Abend im raeumlich recht beschraenkten Theatersaal statt. Wir sagen einige CZ/Volkslieder und lernten Ploka u.a. interessante Taenze, zumindest versuchten wir diese zu lernen;) Es war zumindest sehr lustig!
Heute fand dann der letzte Teil der CZ-History statt, sehr schade....
Dennoch hab ich mich eigentlich schon sehr auf den heutigen Film, aus welchen ich gerade komme, gefreut. Es war eine Psycho/Horror-Komoedie aus den 70ern ueber die 30er angekuendigt. Ja, de facto weiss ich bis jetzt nicht, welcher Teil die Komoedie sein sollte.
Es ging um einen Krematorium-Chef, der seit 20 Jahren mit einer Halbjuedin verheiratet war, die beiden hatten 2 Kinder, Sohn und Tochter.... es ging um die Zeit zu Beginn der deutschen Besetzung der tschechischen Grenze und darum, dass der Sohn aus dem Grund, dass er zu Hause tschechisch sprach und nicht deutsch und, dass er nach Reichsgesetzt 'viertel-Jude' war, warscheinlich die deutsche Schule nicht besuchen darf. Zum Ende hin wollte der Vater seine Familie 'befreien', in dem er erst die Mutter erhaengte und verbrannte und danach seinen Sohn im Krematorium erschlug und ihn zu einem echten Deutschen in den Sarg legte, seine Tochter entkam ihm, nachdem er mit ihr das selbe vorhatte. Er selbst wurde von den Deutschen um Rat zur Verbesserung der Krematiorien gebeten und war auch am Ende noch der stetigen Ueberzeugung, die Meschen zu retten, in dem er sie verbrennt.....
Jaaa,....es war sehr auffaellig, dass alle anwesenden Deutschen nach dem Film recht schnell und unbemerkt verschwanden und keiner mehr auch nur die geringste Lust hatte noch irgendwoanders hin als nach Hause zu gehen....
Dennoch hat der Film sehr stark zum Nachdenken angeregt, da ich selbst die Perspektive eines solchen Menschen in einer Solchen Situation mir nie vorgestellt habe!
Zum Glueck wird es Morgen hoffentlich lustiger, denn dann Beginnt Abends der Theaterworkshop, wo wir von professionellen Schauspielern des Olomoucer Theater betreut werden.
Bis die Tage und Gute Nacht
Julia
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